
Donald Trumps Quartalstrades: Zwischen High-Speed-Handel und unterdurchschnittlichen Renditen
Donald Trump legt ein beeindruckendes Tempo beim Aktienhandel vor – doch wie erfolgreich sind seine Investitionen wirklich?
Das erste Quartal 2026 war für Donald Trump geprägt von einem Handelstempo, das seinesgleichen sucht: 1.700 Transaktionen innerhalb von nur 60 Handelstagen, also rund 30 Trades pro Tag. Trotz dieses Engagements hat er den S&P 500 im zweiten Quartal um über 5 Prozent unterboten.
Interessant ist, dass Trump parallel sowohl größere Käufe als auch Verkäufe in seiner privaten Handelsaktivität tätigte, was auf eine aggressive, aber unklare Strategie hindeutet. Unter den 15 wichtigsten Käufen finden sich bekannte Namen wie Dell und Adobe.
Besonders Adobe könnte sich lohnen, da die Aktie laut technischem Chart auf einem tiefen Niveau steht, das in den letzten sieben Jahren schon zweimal als Kaufgelegenheit galt. Trumps oft zitierte Empfehlung „sich einen Dell zu kaufen“ erhält durch seine eigenen Investitionen plötzlich eine greifbare Bedeutung.
Trotz der hohen Handelstätigkeit scheint das Ergebnis bisher enttäuschend, was zeigt, dass selbst gut informierte Akteure an der Börse nicht immer erfolgreich sind. Für Anleger ist das Verhalten Trumps ein spannendes Beispiel, wie intensive Handelsaktivität nicht automatisch zu überdurchschnittlichen Gewinnen führt.

Dennis Riedl
Dr. Dennis Riedl - Chefredakteur alpha-Strategien, Aktie und Hebel der Woche. Dr. Dennis Riedl ist studierter Mathematiker und Finanzmarktanalyst. Er testet die Aktienmärkte auf tatsächliche Muster ohne Rücksicht auf Meinungen und Gedanken. Sein Fachgebiet ist also die quantitative Analyse, das Aufspüren realer Börsenphänomene. Mit dem alphaDEPOT begleitet er Anleger durch wiederkehrende Marktmuster über alle Assetklassen und Börsenphasen hinweg. Besonders beliebt ist sein Börsen-Channel auf YouTube.