Palladium-Future: Weiter schwach, Short-Positionierung nimmt zu
Rohstoffe
Carsten Stork
01. Juni 2026

Palladium-Future: Weiter schwach, Short-Positionierung nimmt zu

Palladium-Future: Weiter schwach, Short-Positionierung nimmt zu


Der Palladium-Future konnte sich auch in der vergangenen Woche nicht stabilisieren. Auf Wochensicht verlor der Markt 0,73 % und schloss bei 1.378,50 US-Dollar je Unze. Der Rückgang war zwar nicht dramatisch, bestätigt aber das weiterhin schwache Gesamtbild. Palladium bleibt einer der schwierigeren Metallmärkte, weil dem Markt aktuell sowohl technisches Momentum als auch ein klarer fundamentaler Impuls fehlen.

Belastend wirkt weiterhin das Zinsumfeld. Edel- und Industriemetalle sind derzeit insgesamt nicht stark gefragt, weil höhere Zinserwartungen, robuste US-Renditen und ein weiterhin vorsichtiger Makroausblick Kapital eher aus zinssensitiven Rohstoffen herausdrücken. Palladium leidet zusätzlich darunter, dass der Markt ohnehin seit längerer Zeit strukturell angeschlagen ist und Erholungen bislang kaum Anschlusskäufe nach sich ziehen.

Auch die COT-Daten liefern derzeit kein positives Signal. Das Managed Money hat seine Short-Position weiter ausgebaut und liegt nun bei rund 2.890 Kontrakten netto short. Für Palladium ist das bereits eine relevante Positionierung und zeigt, dass spekulatives Kapital weiterhin auf fallende Preise setzt. Das ist kurzfristig klar belastend. Gleichzeitig kann eine solche Positionierung später auch die Grundlage für eine stärkere Gegenbewegung bilden, falls der Markt unerwartet dreht. Davon ist derzeit aber noch nichts zu sehen.

Saisonal bleibt das Bild ebenfalls schwierig. Der Markt kann bis Ende Juni weiter anfällig bleiben, bevor sich das saisonale Fenster wieder etwas verbessert. Bis dahin fehlt jedoch ein klarer Katalysator, der eine nachhaltige Erholung auslösen könnte.

Fazit:
Palladium bleibt schwach. Die Woche endete mit -0,73 % bei 1.378,50 US-Dollar. Das Zinsumfeld belastet die Metalle insgesamt, und die weiter steigende Managed-Money-Short-Position spricht kurzfristig gegen eine schnelle Erholung. Saisonal könnte sich das Bild erst ab Ende Juni verbessern. Bis dahin bleibt die Position schwierig und eng zu beobachten.
Carsten Stork

Carsten Stork

Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.