Platin-Future: Unter 2.000 US-Dollar, aber Positionierung bleibt konstruktiv
Rohstoffe
Carsten Stork
01. Juni 2026

Platin-Future: Unter 2.000 US-Dollar, aber Positionierung bleibt konstruktiv

Platin-Future: Unter 2.000 US-Dollar, aber Positionierung bleibt konstruktiv


Der Platin-Future konnte sich auch in der vergangenen Woche nicht wirklich vom schwächeren Umfeld bei den Metallen abkoppeln. Auf Wochensicht verlor der Markt 0,43 % und schloss bei 1.922,90 US-Dollar je Unze. Damit bleibt Platin unter der wichtigen Marke von 2.000 US-Dollar. Diese Marke ist kein magischer Punkt, aber sie bleibt psychologisch und technisch relevant, weil sie zeigt, dass dem Markt aktuell noch die Kraft für eine nachhaltige Rückeroberung höherer Niveaus fehlt.

Der Belastungsfaktor bleibt vor allem das Zinsumfeld. Höhere Zinserwartungen, robuste Renditen und ein vorsichtiger Makroausblick wirken derzeit auf viele Metallmärkte bremsend. In diesem Umfeld fällt es auch Platin schwer, stärkeres Momentum aufzubauen. Der Markt bleibt zwar strukturell interessanter als Palladium, aber kurzfristig ist auch hier klar zu erkennen, dass Metalle momentan nicht im Fokus der Käufer stehen.

Auffällig ist jedoch, dass die COT-Daten weiterhin konstruktiver aussehen als bei Palladium. Das Managed Money hält Platin weiterhin die Treue und ist mit rund 17.600 Kontrakten netto long positioniert. Das ist kein extremes Niveau, aber es zeigt, dass spekulatives Kapital den Markt nicht aufgegeben hat. Gerade im Vergleich zu Palladium bleibt Platin damit besser unterstützt.

Saisonal bleibt kurzfristig noch Geduld gefragt. Bis Ende Juni kann das Umfeld schwierig bleiben, bevor sich das saisonale Fenster wieder verbessern könnte. Entscheidend wird sein, ob Platin bis dahin oberhalb der aktuellen Unterstützungsbereiche bleibt und später erneut den Angriff auf die 2.000-US-Dollar-Marke starten kann.

Fazit:
Platin hat die Woche mit -0,43 % bei 1.922,90 US-Dollar schwächer beendet und bleibt unter der wichtigen Marke von 2.000 US-Dollar. Das Zinsumfeld belastet den Metallsektor weiterhin. Positiv ist jedoch die stabile Managed-Money-Long-Position von rund 17.600 Kontrakten. Kurzfristig bleibt Geduld gefragt, saisonal könnte sich das Bild ab Ende Juni wieder verbessern.
Carsten Stork

Carsten Stork

Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.