
Der Gold-Future an der CME konnte die vergangene Woche mit einem Plus von 1,33 % abschließen und notierte zum Wochenschluss bei 4.569,90 US-Dollar. Besonders der Freitag brachte eine deutliche Erholung, nachdem Gold zuvor unter Druck geraten war und zwischenzeitlich auf ein Zweimonatstief gefallen war. Der Markt hat damit gezeigt, dass auf tieferen Niveaus weiterhin Kaufinteresse vorhanden ist.
Unterstützend wirkten zuletzt vor allem zwei Faktoren. Zum einen sorgte die Hoffnung auf eine mögliche Verlängerung der Waffenruhe zwischen den USA und Iran für fallende Ölpreise und einen etwas schwächeren US-Dollar. Beides half dem Goldpreis kurzfristig. Zum anderen nahm der Markt die sinkenden Ölpreise auch als potenziell entlastenden Faktor für die Inflation wahr. Wenn der Energiepreisdruck nachlässt, sinkt auch der unmittelbare Druck auf die Fed, noch restriktiver zu werden. Genau davon konnte Gold als zinsloser Vermögenswert profitieren.
Gleichzeitig bleibt das Umfeld nicht eindeutig. Die höheren Inflationsdaten, die weiterhin erhöhte Unsicherheit im Nahen Osten und die Diskussion über ein „Higher for Longer“-Szenario bleiben Belastungsfaktoren. Gold profitiert kurzfristig von sinkenden Renditeerwartungen, bleibt aber anfällig, wenn der Markt wieder stärker auf höhere Realzinsen oder einen festeren Dollar setzt.
Die Positionierung bleibt jedoch klar konstruktiv. Das Managed Money hält weiterhin knapp 160.000 Kontrakte long. Das ist ein wichtiges Signal, weil institutionelle Anleger trotz der jüngsten Schwankungen weiter deutlich auf der Long-Seite positioniert bleiben. Kurzfristig ist dennoch nicht auszuschließen, dass Gold im Juni oder Juli noch einmal schwächer tendiert. Saisonal beginnt der interessantere Abschnitt für Gold erst im weiteren Sommer.
Fazit:
Gold hat die Woche mit +1,33 % bei 4.569,90 US-Dollar stark beendet und am Freitag ein wichtiges Erholungssignal geliefert. Die Long-Positionierung des Managed Money bleibt unterstützend. Kurzfristig kann es im Juni oder Juli noch einmal zu Rücksetzern kommen. Ab dem Sommer verbessert sich das saisonale Umfeld wieder deutlich.