
Der Zucker-Future an der ICE US konnte seine zwischenzeitlichen Gewinne in der vergangenen Woche nicht halten. Auf Wochenbasis verlor der Future -1,87 % und schloss bei 14,69 US-Cent. Im Wochenverlauf sah das Bild zunächst besser aus: Zucker konnte bis auf 15,49 US-Cent ansteigen, wurde anschließend aber wieder abverkauft.
Damit bleibt der Markt kurzfristig noch anfällig und schafft es bislang nicht, eine nachhaltige Aufwärtsbewegung zu etablieren.
Trotzdem gibt es einen wichtigen positiven Punkt: Die COT-Daten verbessern sich. Das Managed Money hat seine Short-Position signifikant reduziert und ist aktuell nur noch mit -95.519 Kontrakten short. Das ist weiterhin eine klare Netto-Short-Position, aber die Richtung ist entscheidend. Wenn spekulative Marktteilnehmer Short-Positionen abbauen, kann das ein erstes Signal sein, dass der Verkaufsdruck nachlässt.
Fundamental bleibt Zucker ein komplexer Markt. Der stärkere brasilianische Real wirkt unterstützend, weil er Exportverkäufe brasilianischer Produzenten weniger attraktiv macht. Gleichzeitig belasten niedrigere Benzinpreise den Ethanolmarkt. Wenn Ethanol weniger attraktiv wird, können brasilianische Mühlen mehr Zuckerrohr in die Zuckerproduktion lenken. Genau dieser Zusammenhang bleibt kurzfristig ein Gegenwind für den Zuckerpreis.
Saisonal sieht das Bild ebenfalls noch nicht ideal aus. Bis Mitte Juni spricht das Muster eher für weiteren Druck im Zucker-Future. Erst danach beginnt saisonal eine deutlich bessere Phase, die dann eine größere Aufwärtsbewegung begünstigen könnte. Genau deshalb passt das aktuelle Setup eher zu Geduld und selektivem Timing.
Fazit:
Zucker bleibt kurzfristig unter Druck, aber die COT-Daten senden ein erstes positives Signal. Das Wochenminus von -1,87 % und der Schlusskurs bei 14,69 US-Cent zeigen, dass der Markt noch keinen Befreiungsschlag geschafft hat. Gleichzeitig ist die deutliche Reduzierung der Managed-Money-Shorts konstruktiv. Saisonal bleibt bis Mitte Juni Gegenwind, danach verbessert sich das Setup deutlich.